Dreßler Bau stellt Werk in Stockstadt für realitätsnahe Übungen bereit

Stockstadt am Main. Einsatzkräfte der Feuerwehren brauchen Übung, damit die Handgriffe im Ernstfall sitzen. Das gilt für die rund 6.000 hauptamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer in Bayern nicht weniger als für die 320.000 Ehrenamtlichen1. Da nicht jedes Szenario auf dem Gelände der Feuerwehr dargestellt werden kann, bot die Firma Dreßler Bau GmbH ihr Fertigteilwerk in Stockstadt am Main in der vergangenen Woche gleich zweimal als Übungsplatz an.

Einsätze mit Personen, die unter schweren Teilen oder in Maschinen eingeklemmt sind, sind zum Glück selten. Umso wichtiger ist es daher, die Methoden und Handgriffe gelegentlich zu üben, damit sie im Ernstfall sitzen. Ein Löschzug der Feuerwehr Großostheim konnte am Abend des Donnerstag, 18.06.2026, eine Übung mit insgesamt drei eingeklemmten Puppen durchführen.

Die Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen vor Ort war, erkundete zunächst die Lage: Eine Puppe war unter einem außer Kontrolle geratenen Transportwagen eingeklemmt, der mit einem etwa 11 Tonnen schweren Fertigbetonteil beladen war. Etwa 10 Meter weiter waren zwei weitere Puppen teilweise unter Betonteilen begraben. Die Kulisse machte den Eindruck, als sei ein Teil von einem Deckenkran gefallen. Ab jetzt ging alles sehr schnell. Alle drei Patienten wurden zeitgleich gerettet. Dabei gab es für jeden Fall ein anderes Werkzeug: Die erste Person war zwischen zwei Fertigbetonteilen eingeklemmt. Die beiden Teile konnten mit einem hydraulischen Rettungsspreizer (Spreizkraft 540 kN) auseinandergedrückt werden, sodass ein Freiraum entstand, der groß genug für die Rettung war. Der zweite Patient lag unter einem Fertigteil. Er konnte durch zwei hydraulische Stockwinden (jeweils 100 kN) befreit werden. Der Transportwagen, der mit einer Betonstützte beladen war, wurde mit Hochdruck-Hebekissen (max. 877 kN) angehoben.

Bereits zwei Tage nach der Übung durfte die Feuerwehr Großostheim erneut zu Gast sein. Diesmal übten die Höhenretter am Samstagmorgen an einem Turmdrehkran. Im Mittelpunkt stand dabei die sichere Arbeitsweise in der Höhe sowie die Eigensicherung der Einsatzkräfte unter anspruchsvollen Bedingungen.

Die Feuerwehr Großostheim bedankt sich herzlich bei der Firma Dreßler Bau und bei allen Mitarbeitenden, die zur Ermöglichung der Übungen beigetragen haben.

 

 

1 Bayerisches Innenministerium (https://www.stmi.bayern.de/bevoelkerungsschutz/feuerwehr/)

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