Steinbock in den Einsatzdienst integriert
Die Wehrführung der Feuerwehr Großostheim freut sich, endlich die guten Nachrichten an die Öffentlichkeit bringen zu können. „Es hat ziemlich genau ein Jahr gedauert, aber jetzt sind wir endlich soweit“ beginnt der Kommandant seine Einleitung. Die Feuerwehr Großostheim konnte einen ersten Steinbock erfolgreich in den täglichen Einsatzdienst integrieren. Auf die Frage, warum es denn ein ganzes Jahr gedauert habe, heißt es, der Bock sei eben etwas bockig gewesen. Aber jetzt sei man guter Dinge: „Wir hoffen, jetzt einen Zahn zulegen zu können, und schon in absehbarer Zeit einen beachtlichen Steinbock-Bestand aufgebaut zu haben“.
Doch warum ausgerechnet Steinböcke? Die Idee komme vom Gemeinderat, heißt es auf Nachfrage von der Pressestelle. „Wir wollten der Umwelt zu liebe, und weil die Gemeindekassen generell knapper werden, weniger Fahrzeuge und wieder mehr Tiere im Rettungswesen einsetzen. Als wir uns gemeinsam mit dem Gemeinderat Gedanken darüber gemacht haben, wie wir unsere Ideen umsetzen könnte, sind die Blicke durch den Raum gewandert – und am Großostheimer Wappen hängen geblieben“. Erst danach habe man sich Gedanken darum gemacht, bei welchen Tätigkeiten das Tier die Rettungskräfte unterstützen könnte. „Da wäre als Hauptargument zum Beispiel die Höhenrettung. Steinböcke sind außerordentlich gut für steile Felswände geeignet, viel besser als jedes Fahrzeug. Außerdem benötigen sie keine Zeit um sich auszurüsten, sondern sind jederzeit startklar. Selbst auf einen Helm können sie verzichten. Und wir haben ja immerhin ein paar alte Steinbrüche in unserer Gemarkung. Früher wurde hier sehr viel Sandstein abgebaut. Das stellt ein riesiges Gefahrenpotential dar!“
Warum das Terrain mit einer Größe von etwa zwei Quadratkilometern ausgerechnet auf dem Gelände des Feuerwehrhauses errichtet werden musste und warum es so lange gedauert hat, das sei nicht so trivial zu beantworten. Die Pressestelle erläutert: „Wir haben vor einem Jahr mit Erdbaumaßnahmen begonnen um ein perfektes Gehege für unsere Böcke zu bauen. Wir betonen, dass wir auf gar keinen Fall einen geheimen unterirdischen Bunker gebaut haben, der auch auf keinen Fall während der Bauarbeiten teilweise eingestürzt ist! Diese Gerüchte sind vom @kreismemeverbandab frei erfunden! Wir hatten von Anfang an vor, ein Gehege zu bauen, indem sich Steinböcke möglichst wohl fühlen.“ Weiter zur Geländegröße heißt es, Steinböcke seien Rudeltiere, die man nicht alleine halten solle. Die männlichen Tiere und die weiblichen Tiere lebten die meiste Zeit des Jahres in getrennten Rudeln, weshalb viel Platz benötigt werde. Und der Standort sei ja logisch, denn wie sollten die Tiere sonst schnellstmöglich einsatzbreit sein.