Hoher Sachschaden - Keine Verletzten

Großostheim. Es dauerte wohl nur wenige Minuten. Am Donnerstag, 04.06.2026, Fronleichnam, entfachte kurz vor 11:30 Uhr in einem als Wohnraum genutzten Anbau eines Wohngebäudes in der Friedenstraße ein Feuer. Den Aussagen der Augenzeugen zufolge begann der Brand in einem bewohnten Zimmer im Nebenbau, bevor es sich binnen kürzester Zeit im kompletten Anbau ausbreitete. Eine Verpuffung im Inneren des Hauses, möglicherweise ausgelöst durch eine Rauchgasdurchzündung, sorgte für massive Beschädigungen. Trümmerteile flogen auf die Straße und trafen dabei auch ein in der Nähe geparktes Fahrzeug. Das Objekt gilt inzwischen als potentiell einsturzgefähredet.

Die ersten Kräfte der Feuerwehr waren sehr schnell vor Ort. Sie hatten kurz zuvor die Absicherung mehrerer Fronleichnamsprozessionen abgeschlossen. Bereits während der Anfahrt konnte eine massive Rauchentwicklung festgestellt werden, die Leitstelle Bayerischer Untermain hatte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr eine Alarmstufenerhöhung veranlasst. Zusätzlich zur Freiwilligen Feuerwehr Großostheim wurde deshalb noch die Freiwillige Feuerwehr Wenigumstadt hinzualarmiert. Menschen mussten keine gerettet werden, alle Bewohner des Hauses konnten sich zuvor eigenständig ins Freie begeben. Somit lag die Hauptaufgabe der Feuerwehr in der Brandbekämpfung. Da das Objekt durch die Verpuffung einzustürzen drohte, wurde die Brandbekämpfung ausschließlich von außen durchgeführt. Der hinzugerufene Fachberater Bau, Architekt Michael Reising, machte sich ein Bild vom Einsatzobjekt.

Die Anwohner und Ersthelfer wurden sicherheitshalber vom Rettungsdienst, der mit einem Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD), einem Notarzt, zwei regulären Rettungswagen und einem Krankentransportwagen der Bereitschaft Großostheim vor Ort gewesen ist, untersucht, mussten aber nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die beiden Feuerwehren aus dem Markt Großostheim waren insgesamt mit 10 Fahrzeugen und 50 Einsatzkräften sowie dem Fachberater Bau vor Ort. Der Einsatzleiter, Kommandant Alan Friedreich, wurde von den Kreisbrandmeistern Marco Laske und Markus Fischer unterstützt. Der Einsatz konnte nach etwa 2 Stunden beendet werden. Über die Höhe des Sachschadens kann die Feuerwehr keine Aussage treffen. Hierzu und zur Klärung der genauen Brandursache hat die Kriminalpolizei noch am Nachmittag die Ermittlungen aufgenommen.

 

 

 

 

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