Für Ihre Sicherheit gehen wir sogar in die Luft …
Die Feuerwehr Großostheim ist nicht nur am Boden rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz, nein wir gehen dafür sogar manchmal in die
Luft. Die Feuerwehr Großostheim stellt mit Stefan Ullrich und Christian Gasper zwei ehrenamtliche Luftbeobachter der Feuerwehr.

Die Luftbeobachtung dient vor allem der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung oder wird aufgrund von konkreten Großschadensereignissen zur Lagebeurteilung und
Einsatzleitung aus der Luft eingesetzt. Die Hauptaufgaben sind dabei die großflächige Feststellung der Schadenslage, die Führung- und Führungsunterstützung für am Boden eingesetzte Einheiten, die
Gewässerüberwachung, die Beförderung von Personen (z.B. Sachverständigen), die Verkehrsüberwachung oder der Transport wichtiger Güter.
Die Einsatzflüge werden über den Deutschen Flugluftbeobachtungsdienst, die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. durchgeführt. Bei entdecken Schadensfällen jeder
Art werden diese direkt über Funk an die jeweils örtliche zuständige Rettungsleitstelle gemeldet.
Organisiert und Angeordnet werden die Einsatzflüge über die Katastrophenschutzbehörde bei der Regierung von Unterfranken. In Unterfranken stehen insgesamt 32 besonders
geschulte Einsatzpiloten mit 10 für den Feuerwehrfunk vorgerüsteten Flächenflugzeugen zur Verfügung.
Die Piloten arbeiten gemeinsam mit den Luftbeobachtern der Feuerwehren die anfallenden Einsätze ab. Die
Flächenflugzeuge sind auf den Stützpunkten in Bad Kissingen, Haßfurt, Hettstadt und Mainbullau stationiert von denen aus sie auch starten.
Die Einsätze der Luftbeobachter können vorbeugend oder aufgrund konkreter Großschadensereignisse oder Katastrophen von der unteren Katastrophenschutzbehörde angeordnet werden.
Im Rahmen der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung ordnet die Regierung von Unterfranken in Einvernehmen mit der Forstdirektion Unterfranken bei vorliegen einer erhöhten
Waldbrandgefahr die Luftbeobachtung für den gesamten Regierungsbezirk oder einzelne Regionen an. Diese erfolgen dann in der Regel nachmittags,
an Wochenenden und Feiertagen. Hier wird besonders auf Feuerstellen und
aufsteigenden Qualm geachtet. Wenn eine Rauchsäule entdeckt worden ist, wird die Stelle angeflogen und zu Dokumentation ein Luftbild erstellt.
Bei einem tatsächlichen Waldbrand wird die zuständige Feuerwehr aus der Luft über die Polizei
Einsatzzentrale Lage in Würzburg alarmiert und ggf. aus der Luft zur Einsatzstelle geleitet.
Die beiden Luftbeobachter Stefan Ullrich und Christian Gasper haben im vergangenen Jahr 2007 mehrere Einsatzflüge im Auftrag der Regierung von Unterfranken absolviert.


